Montag, 23. November 2009

Kalter Entzug

Kalter Schnullerentzug für das Mutzelchen.
Seit wir vor 4 Wochen die Stäbe aus ihrem Bett entfernt haben, zeigt das Mutzelchen uns jeden Tag, wie lange sie Abends so durchhalten kann.
Wir hatten von Anfang an nie Probleme mit den Schlafenszeiten. Wir haben Rituale, die wir jeden Abend wiederholen. Zähneputzen, Ausziehen, Wickeln, Eincremen, Vorlesen, Zudecken, Streicheln, Nachttlicht, Tür auf oder Tür zu... Wir kennen die verschiedenen Ansätze, wie man sein Kind zum Schlafen bringt. Ich bin Pädagogin...
Aber jeden Abend steht hier dasselbe Stück auf dem Spielplan. Mutzelchens Auftritt beginnt gleich nach dem Ausknipsen des Lichtes. Egal, wie müde sie vorher war - sie kommt aus ihrem Zimmer raus und rennt fröhlich den Flur rauf und runter. Wir bringen sie zurück. Ohne Worte, damit sie nicht denkt, sie bekommt Aufmerksamkeit für ihr Tun. Mit freundlichen Worten, damit sie merkt, daß wir sie ernst nehmen als liebende Eltern. Irgendwann dann schimpfen wir doch, weil wir einfach total genervt sind und uns eine bessere Abendgestaltung vorstellen können. So kann das 2 Stunden gehen.
Der Schnuller war so gut wie abgewöhnt, da wurde der kleine Bruder geboren. Klar, da brauchte das Mutzelchen den Schnuller doch wieder öfter. Immer öfter auch am Tag. In den letzten Wochen hat sie ihre Schnuller nur noch zerbissen. Ich habe ständig neue Schnuller gekauft. Der Schnuller spielte plötzlich eine zu große Rolle. Abends schmiss sie uns das Ding vor die Füße oder suchte ihn ständig oder warf ihn hinters Bett.
Vor drei Tagen, nach dem 20. Mal hin- und herrennen war ich irgendwann so genervt, da bin ich mit Mutzelchen zum Mülleimer gegangen und hab den Schnuller dort reingepfeffert. Klappe zu und Ende.
2 Nächte lang hat das Mutzelchen geweint. Aber nun hat sie den Bogen raus! Sie braucht keinen Schnuller mehr! (Pädagogisch wertvoll geht anders, ich weiß.)
Aber wir sind froh, daß es doch so gut geklappt hat. Neulich hatte ich bei Frau Ami gelesen, wie schön sie die Schnullerentwöhnung mit den Kindern zusammen vorbereitet hatte. Genauso wollte ich das auch machen.
Naja, ist nichts draus geworden.
Bleibt nur noch das Hin- und Hergerenne...
Hat noch jemand den ultimativen Tipp?

Sonntag, 22. November 2009

Raclette

Gestern Abend hatten wir Besuch von lieben Freunden.
Endlich haben wir uns ein Raclettegerät zugelegt, das wir dann einweihen wollten. Auf der Suche nach Rezepten habe ich etwas entdeckt: Wußtet Ihr daß man auch Pizza in den Pfännchen backen kann? Ich wußte das noch nicht und fand die Idee super.
Also hat jeder eine kleine Schüssel Hefeteig bekommen, auf dem Tisch standen Schüsseln mit Tomatensauce, Mais, Pilzen, kleingeschnittener Salami, Reibekäse und noch mehr. Und dann gings los. Und es funktioniert tatsächlich! Der Teig darf nicht zu dick sein, denn er geht unter dem Grill noch ganz schön hoch, der Platz nach oben ist aber begrenzt.
Alle fanden es lecker und es hat uns viel Spaß gemacht. Das machen wir wieder!


Samstag, 21. November 2009

Vertrautes Bloggerdorf

Oh, nun ist sie schon wieder weg, die liebe Frau Landgeflüster! Den Michelmann hatte Sie auch dabei. Schön wars mit Euch!


Der Große

Gestern ist mir aufgefallen, daß ich für den Großen noch nicht mal eine eigene Rubrik in meinem neuen Blog habe. Da kam ich mir ziemlich schlecht vor. Geht er tatsächlich so unter im Familienleben?
Nein, eigentlich nicht. Viele Gespräche zwischen dem Liebsten und mir drehen sich um den Großen.
Der Große wird in zwei Wochen 11 Jahre alt. Von seinem Vater hatte ich mich sehr früh getrennt und so waren wir viele Jahre nur zu zweit. Es war eine schöne Zeit, die wir da hatten und ich habe es auch genossen, alleine für mein Kind da zu sein. Aber es fehlte etwas.
Als ich den Liebsten kennenlernte, ging alles ziemlich schnell. Er ist bei uns eingezogen, das Mutzelchen wurde geboren, wir haben geheiratet und dann kam noch der kleine Bruder. Das alles in nur 3 Jahren. Das war für den Großen ein bißchen viel auf einmal. Er hatte mich 8 Jahre für sich. Er konnte es erst nicht artikulieren, aber sein Verhalten änderte sich. Dazu kommt nun die Vorpubertät. Eine Geduldsprobe für uns Eltern.Wir müssen viel ausdiskutieren.
Natürlich dreht sich hier viel um die Kleinen. Ich versuche dem Großen das Gefühl zu geben, daß es toll ist, der Älteste zu sein. Und ich versuche ihm zu vermitteln, daß so eine Familie funktioniert. Die Aufmerksamkeit der Eltern ist geteilt und ruht nicht nur auf einem Kind alleine. Das finde ich auch gut so.
In Zukunft werde ich versuchen, die Rubrik "der Große" zu füllen, versprochen!

Neues aus dem Lazarett

Danke für Eure Genesungswünsche!
Der Große ist auf dem Weg der Besserung. Ich habe gleich Sinupret genommen und fühlte mich am nächsten Tag schon besser. Und an den Kleinen scheint der Kelch vorübergegangen zu sein.
Und mein Liebster ist sowieso selten krank.

Freitag, 20. November 2009

5 Wochen bis Weihnachten

Besorge oder bastle Weihnachtskarten und adressiere die Umschläge.

So eine gute Idee! Vor 6 Wochen schon war das Wochenmotto "erfasse Deine Adressen". Wißt Ihr noch?
Und - wer war fleißig und hat sich dran gehalten?
Nun also dreht sich alles um die Weihnachtspost. Willst Du Karten selbst gestalten? Oder Fotokarten verschicken? Oder schöne Karten kaufen? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten der Familie und Freunden ein frohes Fest zu wünschen.
Wenn Du also Karten hast, adressiere schonmal die Umschläge. Und dann kannst Du nach und nach bei einer schönen Tasse Tee Deine Weihnachtspost erledigen.
Manche verschicken auch zum Jahresende eine E- Mail an alle Bekannten mit einem ganz persönlichen Jahresrückblick. Das lässt sich auch jetzt schon vorbereiten.
(mehr dazu bei simple mom)

Ich habe mich vor ein paar Jahren viel zu spät um meine Weihnachtspost gekümmert. Ich hatte es immer vor mir hergeschoben und plötzlich war schon der 23. Dezember. Die Post versichert ja immer, daß sie die Briefe innerhalb eines Tages befördert, aber ich würde da nicht mehr drauf vertrauen.
Damals kam ich also zu unserem Briefkasten und traute meinen Augen nicht: der Briefkasten quoll tatsächlich über! Das hatte ich noch nie gesehen! Die ganzen schönen Weihnachtsbriefe klemmten irgendwie in diesem Schlitz und einige lagen sogar schon unten auf der Straße. Da war ich wohl nicht die einzige Bummeltante!
Mir blieb nichts anderes übrig, meine Briefe auch noch dazwischen zu quetschen, denn es war keine Zeit mehr, um einen anderen Briefkasten zu suchen. Die Briefe vom Boden quetschte ich noch dazu und hoffte, daß die ganze Sache hält.
(Ich weiß heute leider nicht mehr, ob die Briefe noch pünktlich ankamen.)
Das will ich nie wieder erleben, deshalb werde ich jetzt anfangen, Karten zu schreiben. Und Du?

Donnerstag, 19. November 2009

Und ...

....deshalb gibts heute schön warme Suppe mit Kartoffeln, Pastinake, Möhre und Kürbiskönig. Lecker! Wärmt von innen, gibt Flüssigkeit und Kindheitserinnerungen.
Wenn ich als Kind krank war, hatte ich eine Glocke am Bett. Die Glocke, mit der am Heiligen Abend vor der Bescherung geläutet wurde. Wenn ich etwas brauchte, kam meine Mutter und brachte mir alles, was ich wollte. Meistens wollte ich warmen Schokoladenpudding essen. Ich lag in meinem Bett und konnte von dort aus den Himmel sehen und Wolken zählen. Am Nachmittag kamen Klassenkameraden vorbei und brachten die Hausaufgaben.
Einmal war ich an Weihnachten krank. Ich durfte auf dem Sofa im Wohnzimmer liegen und den ganzen Tag Märchenfilme gucken.
Irgendwie war es doch schön, so umsorgt zu werden. Was eine Mutter so durchmacht, wenn ihre Kinder krank sind, weiß ich erst jetzt. Und ist man selber auch noch krank, ist das nicht schön.




Erkenntnisse einer Hausfrau 8

In diesen Zeiten gibt es keine normale Erkältung mehr.

Der Große ist seit Sonntag krank. Hohes Fieber, Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfweh, Husten. Gliederschmerzen.
Seit gestern bin ich krank. Halsschmerzen, Kopfweh, Nebenhöhlenpochen, Gliederschmerzen.
Das Mutzelchen war gestern ganz warm und hustete schon.
Der kleine Bruder und mein Liebster halten sich noch wacker.
Erkältung, Grippe, gar diese Grippe? Keine Ahnung, aber noch nie war man so verunsichert.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heißt: Neues aus dem Lazarett!

Mittwoch, 18. November 2009

Naturschutzgebiet Höltigbaum

Am Sonntag waren wir im Naturschutzgebiet Höltigbaum, das gleich bei uns um die Ecke liegt. Die Stiftung Naturschutz Schleswig- Holstein hat dort ein sehr schönes Besucherzentrum eingerichtet, wo man etwas über die Geschichte der Gegend erfährt und an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen kann. Es gibt Programme für Familien und für Kindergruppen. 
Wir haben wir an einer geführten Wanderung teilgenommen. Der Weg am Sonntag sollte uns ganz nah an die dort lebenden Galloway- Rinder führen. Auf dem Weg dorthin liefen wir bei strahlendem Sonnenschein durch einen Herbstwald. Dort wurden mit den Kindern verschiedene Spiele gemacht, unter anderem sollten die Kinder die Rinde der Bäume fühlen.
Die Galloways sind das ganze Jahr über draußen. Und sie sind richtig plüschig! Unser Mutzelchen konnte auf dem Heimweg ganz verschiedene Kuhlaute machen.
Manche Bäume sind bei dem Sonnenschein etwas durcheinander und denken wohl, daß der Frühling naht?


Dienstag, 17. November 2009

Unsere Biokiste

Heute ist wieder Biokistentag. Wie schnell doch eine Woche vergeht!
Manchmal haben wir etwas im Kühlschrank vergessen, das muß dann schnell verbraucht werden oder unser Meerschwein hat etwas davon.
Das Mutzelchen isst alles, was sie in der Gemüsekiste sieht. Der Große ist mäkelig, der isst außer Möhren nicht viel. Als er klein war, war das auch noch anders.
Wir haben das Glück in einer Region zu leben, in der wir immer genug zu essen haben. Wir stehen vor übervollen Regalen und können uns nicht entscheiden. Wir schlendern über den Markt und suchen nach Lust und Laune aus.
Wir diskutieren, ob wir den Brei fürs Baby selber kochen oder nicht, ob Bio oder nicht, ob unsere Kinder zuviele Süßigkeiten bekommen oder nicht.
Welch Luxusproblem!
Gerade läuft der Welternährungsgipfel in Rom. Der Hunger in der Welt ist größer denn je. Das sollten wir manchmal bedenken, wenn wir übers Essen meckern, denn das Problem hätten viele Menschen auf der Welt gerne.


Sonntag, 15. November 2009

6 Monate kleiner Bruder

Mit 6 Monaten

- hat man drei Speckringe an den Oberschenkeln
- passt man in Größe 74
- sabbert man am Tag drei Halstücher und Pullover durch
- greift man gern in Mamas Haare und läßt nicht mehr los
- hat man immernoch dieselbe Frisur
- riecht man einfach toll
- kann man an seinem Fuß nuckeln
- kann man sich alleine auf den Bauch drehen
- und dreht sich auch alleine wieder zurück
- strampelt man in der Wanne so doll, daß das ganze Bad nass ist
- schläft man durch, durch, durch!
- aber nur bis 6 Uhr...
- lacht und kichert man allerliebst
- macht man baba, ghi und mamam
- möchte man unbedingt wissen, wie die Tischkante schmeckt



Samstag, 14. November 2009

Novembersamstag

Heute Morgen: ein herrlicher Anblick!



In unserem Novembergarten:



hier grillt keiner mehr



hier sitzt keiner mehr



hier buddelt keiner mehr



hier blüht nichts mehr



den isst keiner mehr



hier rutscht keiner mehr



Die Natur braucht eine Pause. Nur, weil wir solche grauen ruhigen Tage haben, können wir uns an sonnigen Tagen so erfreuen. Ich möchte nicht immer Sommer haben, das wäre mir zu langweilig. Und ich lasse mich von dieser Novemberstimmung nicht runterziehen. Warum auch, wenn es drinnen so gemütlich ist.

Und dann tauchte noch die Frage nach meiner Kamera auf:
Voilà! Da ist das gute Stück!
Nachdem Frau Jette, die immer so schöne Bilder macht, auch "nur" eine kleine Kompakte hat, denke ich, daß es gar nicht mal so sehr an der Kamera liegt, ob man gute Fotos hat ;-)



Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!

Freitag, 13. November 2009

6 Wochen bis Weihnachten

Denke an Deine Familientraditionen an Weihnachten und finde vielleicht neue für Dich und Deine Familie.

Um Weihnachten herum gibt es soviele Traditionen, wie es Familien gibt. Lernt man seinen Partner kennen, prallen manchmal ganz verschiedene Traditionen aufeinander. Und jeder möchte am liebsten nach seiner Tradition feiern. Hat man dann eigene Kinder, ist es Zeit sich vielleicht eine ganz eigene Tradition zu schaffen.
(mehr dazu bei simple mom)

Wir schmücken erst am Samstag vor dem 1. Advent. Nicht eher. An diesem Tag wird die Adventszeit eingeläutet. Dann werden auch Plätzchen gebacken, die ersten Räuchermännchen ausprobiert und der Herrnhuter Stern wird zusammengesetzt.
Der Adventskalender wird selber befüllt. Vor Nikolaus werden die Schuhe geputzt. An unseren Baum kommen elektrische Kerzen. Und selbstgemachte Lebkuchenherzen. Vor der Bescherung gehen wir zur Christvesper und nach der Bescherung gibts etwas Leichtes zu essen. Abends gibts einen Weihnachtsfilm. Die Gans gibt es erst am nächsten Tag.
An den Feiertagen gehen wir jetzt immer in einen Wildpark. Das ist neu und wir haben gemerkt, daß es uns gut tut. Draußen kann man sich bewegen und frische Luft schnappen, das ist toll, da man über die Feiertage sonst sehr viel drinnen sitzt.
Das sind nur ein paar unserer Traditionen. Unsere Adventszeit setzt sich aus vielen kleinen schönen Augenblicken zusammen, die wir miteinander sehr genießen. Ich bin gespannt, welche Rituale die Kinder in ein paar Jahren einfordern werden, was für sie dann unbedingt dazugehören muß.

Was gehört in Deiner Familie unbedingt dazu? Habt Ihr auch schonmal eine neue Tradition eingeführt?

Donnerstag, 12. November 2009

12 von 12 im November

oder: 12 von 100 Wörtern vom Mutzelchen

Ekant - Elefant
Postade - Kastanie
Mamali - Salami
Salussell - Karussell
barm - warm
Popola - Pullover
Kakau - Traktor
Leuchpum - Leuchtturm
hunka - runter
mapse ding dong - es klingelt
hocholade - Schokolade
Hühnan - Hühner



Achtung: der Manduca ist noch zu haben! Wer ihn haben möchte meldet sich bitte bei mir. Vielen Dank!

Mittwoch, 11. November 2009

Manduca zu verkaufen

Ich möchte hier heute meine schwarze Manduca- Babytrage verkaufen.
Sie ist im Grunde wie neu, da ich auf Grund meiner Rückenschmerzen den kleinen Bruder so gut wie gar nicht tragen konnte. Ich kann es wirklich an zwei Händen abzählen, wie oft die Trage in Gebrauch war. Ich finde es sehr schade, daß ich sie nicht öfter nutzen konnte.
Wer Manduca kennt, weiß um die vielen Vorzüge. Ich fand die breiten Gurte sehr angenehm und auch den integrierten Sitzverkleinerer für kleine Babys. Die Trage ist schnell angelegt und auch schnell wieder abzulegen. Und die Kleinen schlafen darin wunderbar ;-)
Wir haben unsere Trage Ende Mai für 99 Euro gekauft. Ich möchte jetzt noch 80 Euro dafür haben.
Wer die Trage gerne haben möchte, hinterlässt mir hier einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail an meine Kontaktadresse hier rechts.
Vielen Dank!


Dienstag, 10. November 2009

Gut Wulksfelde

Heute kam wieder unsere Biokiste. Das Mutzelchen steht dann immer schon auf dem Treppenabsatz und wartet auf den Lieferanten. Steht die Kiste dann in der Küche auf dem Tisch, muß ich mich beeilen, daß ich noch mein Foto hinbekomme, denn Mutzi will alles anfassen und am liebsten überall reinbeißen.
Am Sonntag waren wir alle zusammen auf dem Gut Wulksfelde, denn wir wollten uns dort mal umsehen. Wir finden es einfach schön, zu wissen, woher unser Obst und Gemüse kommt.
Das Gut liegt nicht weit von uns entfernt, nur ein paar Meter vor der Hamburger Stadtgrenze. Dort gibt es einen wunderschönen großen Hofladen und auch ein Gutsrestaurant. Viele Tiere sind zu sehen und für die Kinder gibt es einen Spielplatz mit Baumhaus. Die Freilandhaltung der Hühner dort hat uns so gut gefallen, daß wir wahrscheinlich nun auch unsere Eier von dort bestellen werden.
Auf dem Gut finden übers Jahr immer wieder Veranstaltungen statt, die wir sicher rege besuchen werden.













Montag, 9. November 2009

20 Jahre Mauerfall

Huch! 20 Jahre ist das schon her?
Jeder hat wohl seine eigene Geschichte von diesem Tag zu erzählen.
Ich bin in Ostberlin, in Pankow, geboren und aufgewachsen. 1989 war ich 13 Jahre alt. Es gab für mich ganz selbstverständlich 2 deutsche Staaten. Die Mauer schützte uns vor den bösen Menschen im Westen. Nach dem Krieg waren alle Faschisten in den Westen gezogen, im Osten gab es nur gute Kommunisten. Wir lebten im guten Teil Deutschlands. So bin ich aufgewachsen und wir Kinder haben es geglaubt.
Meine Eltern hatten im Jahre 1986 einen Ausreiseantag gestellt. Seitdem haben sie unter etlichen Schikanen leiden müssen. Als ich von dem Ausreiseantrag erfahren habe, hatte ich große Angst. Meine Freundin und ich haben stundenlang miteinander geweint.
Kurz vor dem Mauerfall wurde unsere Ausreise genehmigt.
Am 9. November sind wir Kinder wie immer zu Bett gegangen. Meine Mutter dann auch. Mein Vater hat irgendwann am späten Abend im Fernsehen von der Öffnung der Grenze in Berlin erfahren. Er wollte es meiner Mutter sagen, aber die ließ sich nicht mehr wecken. Sie sagte nur im Halbschlaf "Quatsch!"
Am nächsten Tag, dem 10. November, hatte mein Bruder Geburtstag. Nach dem Geschenke auspacken sind wir Kinder zur Schule gegangen. Dort war an Unterricht nicht zu denken, alle waren aufgeregt, dennoch wollten die Lehrer mit uns nicht darüber reden. Sie waren wie gelähmt.
Am Nachmittag war niemand zu Hause. Meine Oma rief an und sagte nur: "Deine Eltern sind im Westen!" Da habe ich Angst bekommen, daß sie nicht mehr zurückkommen. Aber sie kamen natürlich zurück. Bepackt mit vielen tollen Sachen. Kellogs Cornflakes und Toppas waren dabei, das weiß ich noch, so etwas hatten wir bis dahin noch nie gesehen.
Am nächsten Tag wollten wir alle zusammen unsere Verwandten in West- Berlin besuchen. Am Übergang Bornholmer Straße stauten sich die Autos auf 3 Kilometern Länge. Als wir drüben waren, sah es gar nicht so anders aus. Wir fuhren an einem LKW vorbei, von dem Bananen und Kaffee geworfen wurden. Ich fand das ganz schön peinlich (Im Nachhinein habe ich von einer Freundin erfahren, daß sich vor allem Westler dort hingestellt haben.)
Dann bekamen mein Bruder und ich von unseren Eltern jeder 5 Mark und durften damit machen, was wir wollten. Der Westen stand mir offen! Wir sind in ein Woolworth- Geschäft gegangen. Mir wurde schwindelig von all den Lichtern, Farben und Gerüchen. Ich stand in diesem Laden und wußte nicht, was ich kaufen sollte. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Ich bin mit meinem Geld in der Tasche wieder raus gegangen, denn ich wollte mein kostbares Westgeld nicht unbedacht ausgeben.
Wir hatten unsere Ausreisegenehmigung erhalten und den Umzug schon vorbereitet. Durch die Öffnung der Grenze veränderte sich die Situation. Meine Eltern wollten aber trotzdem noch umziehen, denn niemand wußte so genau, wie es weitergeht. Jetzt konnten wir aber Kisten packen und unsere Habe bei Verwandten unterstellen. Am 30. November 1989 wurden wir ausgebürgert. 3 Tage mußten wir in einer Turnhalle leben, denn die Notaufnahmelager waren völlig überfüllt. Durch die Hilfe einer Kirchengemeinde bekamen wir eine 2 Zimmer- Wohnung, in der wir dann bis zum nächsten Sommer leben sollten.
Es war ohne Frage eine aufregende Zeit! Wenn ich jetzt im Fernsehen Berichte über den Mauerfall sehe, bin ich froh, daß ich das miterleben durfte. Ich habe Respekt vor meinen Eltern, die eine ungewisse Zukunft mit zwei Kindern auf sich genommen haben. Vor dem Fernseher bekomme ich Gänsehaut und muß mir ein paar Tränchen abwischen. Es ist immernoch sehr bewegend, diese grenzenlose Freude der Menschen zu sehen. Dem Großen habe ich erklärt, es war ungefähr so wie bei der Fußball- WM, nur noch toller. Ich wünschte, wir hätten uns mehr von dieser Freude bewahrt, denn solch ein Ereignis kommt nicht mehr wieder. Es ist doch noch immer erstaunlich, daß Menschen, die sich gemeinsam für eine Sache einsetzen, so viel bewegen können.

Vielen Dank für Eure Geschichten!

Sonntag, 8. November 2009

Laternenlauf - Generalprobe

Heute ist bei uns im Ort ein großer Laternenlauf. Dort gehen wir hin. Seit vorgestern sind hier alle Laternen und Leuchtstäbe ausverkauft. Amazon sei Dank haben wir noch etwas ergattern können.
Ja, ich weiß, selbstgemachte Laternen sind natürlich viel schöner und echte Kerzen viel stimmungsvoller. Wer aber einen 2jährigen Wirbelwind in der Familie hat, überlegt es sich schnell anders. Gestern Abend gab es bei uns im dunklen Flur die Laternenlaufgeneralprobe. Und was soll ich sagen? Nach 5 Minuten war Mutzelchens Lampion zerquetscht. Wir mußten ihr die Laterne wegnehmen, damit sie heute beim echten Lauf überhaupt noch eine hat. Hätte ich mit ihr in mühevoller Kleinarbeit eine Laterne gebastelt, wäre es wirklich schade drum gewesen. Von offenem Feuer mal ganz zu schweigen.
Wir haben ja noch ein paar Jahre des Laternenlaufens vor uns.

Nachtrag: So einen großen Laternenlauf habe ich noch nie erlebt! 3 Züge sind durch den Ort gelaufen und haben sich auf dem Marktplatz getroffen. Die Feuerwehr war dabei, die Polizei hat die Straße abgesperrt und vorneweg lief jeweils ein Spielmannszug. Es waren eine Menge Leute da. Nach ca. 300 Metern hatten viele Mütter die Laternen ihrer Kinder in der Hand und die Kleinen saßen bei den Vätern auf der Schulter. Eine ganze Stunde sind wir gelaufen. Zum Schluß gab es Süßigkeiten vom örtlichen Einkaufszentrum.
Am 11. November, dem Martinstag, findet bei der Kirchengemeinde um die Ecke noch ein Laternenlauf statt. Bestimmt gibt es dort auch diese Hefemännchen. Oh, da fällt mir ein - ich backe einfach selber welche!




Samstag, 7. November 2009

Herbstfreuden






Wir nutzen jeden Sonnenstrahl, denn wir spüren, die sonnigen Tage werden rar. Der November hat seine eigene Stimmung. Nicht mehr richtig Herbst, noch nicht richtig Winter. Ein Monat der Besinnung, der Vorbereitung auf den Winter und das kommende Fest. In einer großen Familie bleibt keine Zeit für den Novemberblues. Hier ist einfach immer etwas los!

Freitag, 6. November 2009

7 Wochen bis Weihnachten


Überlege, wie und mit wem Du die Feiertage verbringen möchtest.


Überlege Dir, wie Deine Adventszeit und die Feiertage sein sollen. Besinnlich, entspannt, fröhlich? Wann möchtest Du schmücken, wann backen? Wann auf einen Weihnachtsmarkt gehen oder in eine Weihnachtsaufführung? Es ist stressfreier, wenn Du es heute schon in Deinem Kalender vermerkst. Und es ist gut, wenn in Deinem Kalender auch ein paar leere Seiten sind.
Trage die Termine Deiner Familie zusammen. Bei wem wird wann zusammen gefeiert?
Bei simple mom findest Du noch mehr Anregungen.

Wir schmücken immer erst nach Totensonntag. Alles hat seine Zeit, deshalb muß dieser Sonntag frei von Schmuck sein, um nochmal inne zu halten. Dann, am Samstag vor dem 1. Advent, holen wir unsere Weihnachtskisten hervor und putzen die Wohnung so richtig heraus. Weihnachtsmusik läuft und alle helfen mit.
Dieses Jahr werden wir hier bei uns Weihnachten feiern. Weihnachten ist da am Schönsten, wo Kinder sind. Deshalb werden wir mit unseren 3 Kindern die Zeit nicht auf der Autobahn verbringen. An den Feiertagen werden wir wie jedes Jahr in einen Wildpark fahren. Dort kann man in der Winterluft durchatmen, sich bewegen und die ganz besondere feiertägliche Stille genießen.

Weißt Du schon, wie Du Weihnachten verbringen wirst?